Da wir nur uns selbst kennen, können wir erstmal nicht anders, als von uns auf unseren Partner zu schließen. Leider führt das oftmals zu Missverständnissen.

Dazu eine kleine Geschichte:
Ein verliebtes Paar legt sich jeden Morgen die Brötchenhälften hin. Wenn er die Brötchen schneidet, gibt er ihr die obere Hälfte, wenn sie die Brötchen schneidet, erhält er immer die untere Hälfte.

Nach Jahren haben die beiden einen Streit, und sie wirft ihm wutentbrannt die obere Hälfte hin mit den Worten:“ Ich will endlich die untere Seite haben, denn die esse ich am liebsten.“
„Und ich esse lieber die obere Hälfte, habe aber gedacht, Du magst sie am liebsten“,sagt der Mann entsetzt.

Jeder glaubt zu wissen, was der andere möchte, und versucht diese vermeintlichen Erwartungen zu erfüllen. Dabei übt jeder Verzicht und nimmt Rücksicht, die der Andere gar nicht erwartet oder auch überhaupt nicht will.

Diesen völlig überflüssigen Verzicht nehmen wir dem anderen aber im Grunde übel. Und daraus entsteht (bei beiden) das Gefühl eines Ungleichgewichtes: „Ich gebe so viel und bekomme so wenig zurück.“

Eine Nachfrage, welche Brötchenhälfte der Andere gerne mag, würde in diesem Fall beiden viel Ärger und Frust ersparen.

Aber wir fragen nicht. Da wir jedoch in aller Regel nicht hellsehen können, ist eine Nachfrage immer der beste Weg. Das fördert zum einen die Kommunikation und man lernt seinen Partner besser kennen. Und sollten dann doch beide die obere Hälfte des Brötchens lieber mögen, lässt sich bestimmt ein Kompromiss finden.

Als Beziehungstipp für diese oder ähnliche Situation, damit ihr eine glückliche Beziehung habt, empfehle ich: Frag immer mal wieder nach was Dein Partner möchte. Es kann sein, dass sich die Vorlieben auch nach Jahren ändern geändert haben. Damit kannst Du diesem Beziehungsproblem vorbeugen.