Warum tue ich, was ich tue?

Ich war selbst 11 Jahre in einer Beziehung voller Wünsche und Erwartungen.
Voller Wünsche, dass mein Partner mich liebt, mir Aufmerksamkeit schenkt. Mich respektiert, hinter mir steht und für mich da ist. Er hatte die gleichen Wünsche und Erwartungen auch an mich. Aber wie sollte das funktionieren, wenn zwei nach Liebesuchende aufeinander treffen?

Ich gab mich auf und kümmerte mich mehr um seine Angelegenheiten und “Baustellen” als um mich.
Und warf ihm bewusst und unbewusst vor, dass er gleiches nicht für mich tat.
Ich hatte keine Hobbys und wusste selbst nicht so recht, was mir eigentlich Freude macht.
Wir spielten, ich verletze Dich, Du verletzt mich. Wir kamen aus dieser Nummer nicht mehr raus.

Diese Beziehung war voller “UM ZU´s”.

UM nicht alleine ZU sein.
UM eine Familie ZU haben.
UM finanziell abgesichert ZU sein.
UM weiterhin die gemeinsamen Freunde ZU haben

Ich kümmerte mich mehr um seine berufliche Zukunft, als um meine. Und warf ihm vor, dass er dafür nicht dankbar war.

Ich verleugnete mich und meine Gefühle.
Als er fremd ging, blieb ich. Obwohl es mir gesundheitlich anschließend sehr schlecht ging. Ich blieb, weil ich Angst hatte. Angst davor, was danach sein wird. Wir waren verheiratet und mein Plan war ursprünglich, dass wir bis an unser Lebensende zusammen bleiben würden. Ich sah damals auch keinen Zusammenhang zwischen seinem Fremdgehen und meinem mir selbst nicht treu sein.

Ich wollte einfach nicht loslassen. Ich hatte schließlich ein Plan und ein Ziel.

Auch als ich eine eigentlich unheilbare Krankheit bekam, war mir der Zusammenhang nicht klar. Heute weiß ich, mein Körper rebellierte. Wollte raus aus der Beziehung. Wollte das alles nicht mehr.

Ich veränderte mich. Entwickelte mich weiter. Hatte neue Kontakte.
Wir schlichen uns beide nach und nach aus der Beziehung. Waren beide nicht mehr in unserer Partnerschaft. Bis er eines Tages einen Kurzschluss bekam und aus der Beziehung flüchtete. Von jetzt auf gleich beendete er die Beziehung wegen einer Anderen, die er zwei Tage zuvor kennengelernt hat. Die gemeinsame Wohnung wollte nach einer Woche gekündigt haben und drei Wochen später hat er die Scheidung einreicht.

Nach allem was ich bisher geschrieben habe, könnte man denken, dass wir uns nicht geliebt haben. Aber das haben wir. Und zwar sehr. Wir haben es nur nicht geschafft, unser Gepäck zu leeren. Sind aus dem “Ich verletze Dich und Du verletzt mich” Spielchen nicht mehr raus gekommen. Und wir haben uns beide in unterschiedliche Richtung entwickelt.

Die Trennung war schwer. Er wollte mich wieder zurück. Allerdings zu seinen Bedingungen. Die wollte ich jedoch nicht erfüllen, weil mein Herz dazu nicht Ja sagte. Es fiel mir dennoch schwer los zulassen.
Zu akzeptieren, dass es nicht mehr passte. Sich mit jemanden so tief verbunden fühlen und dennoch zu wissen, dass einem die Beziehung nicht gut tut, ist sehr schwer.

Aber nicht nur ich habe in der Beziehung gelitten. Ihm ging es genauso schlecht. Wir haben beide lange nicht den Absprung geschafft. Auch die Heirat hätte eigentlich nicht sein dürfen. Sein Motiv war die Hoffnung, dass es dann besser werden würde. Aber Hoffnung alleine reicht nun mal nicht. Es müssen auch Taten folgen. Und ich finde, dass das kein Grund sein sollte, aus dem man jemanden heiratet. Das Motiv erfuhr ich von ihm aber auch erst einige Jahre nach der Hochzeit.

Das fiese ist, dass man es manchmal einfach nicht spürt, wie unglücklich man wirklich ist. Man liebt denjenigen, versucht alles Mögliche um die Schwierigkeiten wieder hinzubekommen und verläuft sich dann. Aber man schenkt der Liebe sich selbst gegenüber keine Beachtung. Hat Projekte und Ziele und konzentriert sich auf diese, anstatt mal in sich zu gehen und zu spüren, wie schlecht es einem wirklich geht.

Wenn es mir in meiner Partnerschaft schlecht geht, kann ich davon ausgehen, dass es dem anderen auch nicht gut geht.

Ich kann jedes:
“Das ist gar nicht so leicht”,
“Ich weiß nicht wie das gehen soll”,
“Kann ich je wieder glücklich sein?”
Angst vor dem was danach kommt, sehr gut verstehen.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man jemanden liebt, aber das Leben mit ihm nicht teilen kann. Wie man lernt loszulassen und sich auf ein neues, unbekanntes Abenteuer einzulassen. Es erfordert viel Mut.

Heute erst fühle ich den Unterschied zu damals. Weiß, wie sich eine Beziehung mit gegenseitiger Achtung und Liebe- Vollem Umgang anfühlt.

Das ging aber auch erst, als ich mich mit mir selbst beschäftigte. Mich mit meiner eigenen Vergangenheit und den Verurteilungen gegen mich selbst auseinander setzte.

Das heißt natürlich nicht zwangläufig, dass man sich von seinem Partner trennen muss. Man kann den Weg auch gemeinsam gehen. Aber es müssen den Weg natürlich auch beide gehen wollen.

Und verachte eine Beziehung auch nicht, wenn sie “gescheitert” ist. Sei dankbar. Sie hat euch weitergebracht und etwas gezeigt.

Wir sind nie perfekt und nie fertig und werden immer mal wieder Dinge tun, die wir selbst nicht besondern schön finden. Es hilft niemanden, mit sich selbst zu hadern. Am besten nimmt man diese Dinge einfach nur wahr, nimmt sie an und beschließt es beim nächsten Mal anders zu machen oder anders zu reagieren.

Ich habe heute einen wundervollen Partner. Der natürlich auch immer noch die Dinge spiegelt, mit denen ich noch nicht im reinen bin. Wo ich noch nicht hingeschaut habe. Aber er spiegelt auch meine wundervollen und liebevollen Seiten.

Ich wünsche mir, dass jeder die bedingungslose und frei lassende Liebe erfährt.
Für sich selbst und den Partner.

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Ich freu mich auf Dich

Lisa